Einfach einfach

Foto: Langis. Katja Hrup, 2019 Auf dem Nachhauseweg Eisige Nacht.Aber der Mann auf dem Gehsteig,den Kopf im Nacken,rührt sich nicht.Sein Blick steckt festin einer Sternverwehung. Rainer Malkowski (1939-2003) Liebe Leserschaft Das Froilein bekennt sich als grosser Fan von Rainer Malkowski. Er war ein Künstler der Verdichtung, der Lyriker, der der Einfachheit und der Lakonik etwas... Continue Reading →

Lebewohl, mein Ungewollter

Sie verfluchen dich. Kommst du des Weges, schlagen sie ihre Mantelkragen hoch und laufen mit gesenkten Köpfen, eiligen Schritten und verdrossen vor dir davon. Du bist ungewollt. Hässlichkeit wird dir nachgesagt. Ungefragt trägst du diese Bürde. In dich wurde ich hineingeboren. Du hattest deine graue Decke über die Felder und Wiesen gelegt und den See... Continue Reading →

Ein Leben mit Lücken

Vor etwas mehr als einem halben Jahr trennte sich das Froilein von seinem Beruf. Ein Beruf, der ihm nach 25 Jahren Tätigkeit in Fleisch und Blut übergegangen war, der ihm wie ein guter Freund auch über die schlechteren Tage hinweg geholfen hatte. Ein Beruf, dem es ehrlich zugetan war. Doch: zu ausgetreten und routiniert schienen dem... Continue Reading →

Der Stein der Erkenntnis

Drei Sätze. Ein Moment. Eine Geschichte. […Lene warf unentwegt Steine ins Wasser und starrte auf die Oberfläche. Erst bei längerem Hinsehen erkannte sie, dass selbst dann, wenn der Stein aus ihrem Blickfeld verschwunden war, er schon längst auf den Grund des Sees gesunken sein musste, sich seinetwegen auf der Wasseroberfläche immer noch Kreise abzeichneten und... Continue Reading →

Reine Ansichtssache

«Heilige Scheisse, ich lebe noch!», sagt der Dachdecker nach dem Fall vom Giebel. «Heilige Scheisse, ich lebe noch…», sagt der Daseinsmüde nach dem Fall vom Giebel. Dem einen graut der Morgen, dem andren dämmert’s. Dies ist eine Geschichte, gemacht aus drei Sätzen. Weitere 3SatzGeschichen finden Sie hier.

Schritt für Schritt

Heute vor genau 43 Tagen und sechs Stunden hat das Froilein wieder einmal mehr bewiesen, dass geradeaus gehen wirklich schwierig ist, wenn man über zwei linke Füsse verfügt. Der Sturz über das Treppchen – das nicht mal für ein sechzehn Monate altes Kleinkind eine Blockade gewesen wäre, dem Froilein jedoch wie ein unüberbrückbares Hindernis erschien... Continue Reading →

da capo al fine

Gleichwohl trotze ich den Stürmen meiner Tage halte ein halte aus halte durch einzig und allein dieses einen Fussabdrucks willen mich nicht unsterblich machend bisweilen menschlich

Weltkatzentag: aus dem Leben eines Hundes

Bekanntlich ist das Froilein Besitzerin (vielmehr Sklavin) einer Katze namens «Gizmo». Jedes Jahr am Weltkatzentag wird das Froilein von erwähnter Katze davon in Kenntnis gesetzt, dass es sich glücklich schätzen dürfe, ein Katzenleben wie das ihrige gerettet zu haben und sie mit Futter versorgen zu dürfen. Nun denn, wenn der Mauder dies sagt, muss es wohl stimmen.... Continue Reading →

«Das Froilein» und ich oder das unvollendete Interview

Immer wieder wird die «Textzentrale»-Autorin gefragt, was es mit «dem Froilein» auf sich hat, woher es kommt und wohin es geht, warum es überhaupt auf diesen Seiten rumgeistert und sich überall (scheinbar ungefragt) einzumischen hat. Vorneweg die gute und die schlechte Nachricht gleichzeitig: «Das Froilein» lässt sich nicht von der Autorin abspalten. So unterschiedlich die... Continue Reading →

Der kleine Blick aufs Glück

Neulich in der Mensa: Letztens sass ich leicht betrübt beim Mittagessen. Zu voll, zu laut, zu hektisch, zu alles störte meine Sinne. Just im Moment, als ich mir überlegte, ob ich die Mahlzeit als geniessbar durchgehen lassen oder ihr doch lieber die Note «ungenügend» aufbürden sollte, schob sich vom rechten Tellerrand ein Schneckenhaus in mein... Continue Reading →

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