Obwohl mir politisieren nicht liegt, will ich heute Partei ergreifen. Mag mir die Fähigkeit zu polemischem «Geschnorre» auch völlig abgehen und ich inzwischen viel zu oft auf Göschenen-Airolo stelle (unterdessen Erstfeld-Biasca), wenn sich Politgrössen auf Bühnen profilieren, die einfache Arbeiter für sie errichtet haben, mag es mir an schlagkräftigen Argumenten fehlen, die meine Ansicht ins... Continue Reading →
Im Vertrauen
Manchmal frage ich mich, wann die Menschen unserer Gesellschaft damit aufgehört haben, anderen Menschen zu vertrauen, auf das Können einer anderen Person zu setzen, gegebenenfalls von diesem Können zu lernen, anstatt dieses ständig in Frage zu stellen? Wann wurde die Parole «Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser» zu unserem Lebenscredo? Wann haben wir uns dafür entschieden,... Continue Reading →
Wenn Fussball endlich Sinn macht
Ich gestehe, ich verstehe von Fussball so viel wie ein Frosch vom Fliegen oder wie «Puma» von der Trikotherstellung. Käme es zu einer Zerreissprobe, ich würde ebenso wie die Hightech-Textilfasern der viel zu engen Hemdchen der Schweizer Nati versagen. Bei einer Schwalbe denke ich an einen Vogel, der noch längst keinen Sommer macht. «Tschackaaa!» verbinde... Continue Reading →
Weshalb Melancholie keine Krankheit ist und man sich trotzdem damit anstecken sollte
«Melancholie ist die schöne Schwester der Trauer.» Ein Zitat, das mir gefällt. Nachklingt. Könnte ich dieses Zitat heiraten, ich würde es tun. Häufig wird meinen Texten nachgesagt, sie würden traurig stimmen, unglücklich machen. Jüngst am «café litteraire» beim Besprechen meines neusten Textes war sogar von der «Katja-Schwere» die Rede. Früher hätte mich solch eine Aussage betrübt. Mit... Continue Reading →
Nichts als die Wahrheit
Die wohl am häufigsten gestellte Frage Autorinnen und Autoren gegenüber: «ist der Text autobiographisch?» Die Antwort ist weder Ja noch Nein. Sie ist viel komplexer und Schreibende wollen diese Frage nicht gestellt bekommen. Nicht etwa, weil ihnen die Komplexität ein Gräuel ist, wohl eher, weil man einen Politiker ja auch nicht danach fragt, ob er stets die... Continue Reading →
Generation «wisch und weg»
Neulich in einer Gesprächsrunde Ein Schauspiel in einem Akt: Person A (entrüstet): «Ohh, m-e-i-n Gott!» Person B (empörter): «Unglaublich!» Person A: «Stell dir vor du hast ’ne Autopanne irgendwo im Nirgendwo und dann das? Du könntest n-i-e-m-a-n-d-e-n erreichen.» Ich (überzeugt): «Ach, kommt jetzt, das kann echt nicht euer Ernst sein, oder? Das Ding sichert keineswegs... Continue Reading →
Das Versagertum und seine Auswirkungen
Versagen ist ein grosses, unwiderrufliches Wort. Und ein verdammt destruktives. Fakt ist: Urkunden und Diplome, schwarz gerahmt, geschützt hinter Glas und bereit für eine kleine Ewigkeit konserviert zu bleiben, krönen Erfolge und dekorieren erstaunlich viele Wände in Schweizer Haushalten, Praxen und Geschäften. In unseren Breitengraden wird leistungs- und erfolgsorientiert gelebt. Wer seine Zeit heutzutage nicht... Continue Reading →
Eine Frage der Perspektive
«Ich bin ein Frosch», sagte das Froilein oft als es noch klein war, hüpfte dabei auf und ab, machte quack-quack und nervte mitunter gehörig. Noch keine sechs Jahre alt wurde ihm von einem fremden Mann im weissen Kittel mitgeteilt, dass es möglicherweise nie über die Froschperspektive hinauswachsen würde. «Einmeterfufzig. Vielleicht zweiundfuzig; wenn’s hoch kommt», orientierte... Continue Reading →
Frohe Weihnachten
Hallo Du! Ja, du da draussen! Auch dir schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins 2016! Falls du dich nach den Festtagen dazu entschlossen haben solltest, deine Familie gegen eine Neue einzutauschen, weil Tante Irma und Cousin Ferdinand sich wieder einmal mehr in den Haaren lagen, während Neffe Markus und Patenkind Patrizia heimlich den Christbaum in Brand steckten und... Continue Reading →
Auf ein Wort
Was die Welt unbedingt braucht: Eine MENSCHHEIT, die sie bevölkert. Was die Welt nicht unbedingt braucht: Eine MENSCHHEIT, die sie bevölkert.