Neulich im Kinderbekleidungsgeschäft Den Kindergrössen ist das Froilein längst entwachsen. Auch wenn in emotionaler Hinsicht immer noch Entwicklungsbedarf bestehen mag, darf es mit Stolz verkünden: Das Froilein trägt Erwachsenenklamotten. Folglich und weil es keine eigenen Kinder hat, ist es äusserst selten in Kinderbekleidungsgeschäften anzutreffen. Dennoch kam das Froilein erst kürzlich nicht drum herum. Ein neuer... Continue Reading →
Trilogie im Park
Letztens verbrachte ich auf einer Bank sitzend an einem der wärmsten Spätsommerabende des Jahres eine Weile im Park. Ich wartete. Auf jemanden oder etwas zu warten, ist verpönt. Warten wird mit Faulheit, Nichtstun und Langeweile gleichgesetzt. Warten bedeutet «Zeit totschlagen». Und schliesslich ist Zeit auch Geld. Nicht umsonst sind wir so stolz auf unsere Punktgenauigkeit.... Continue Reading →
Durchwacht
Verfangen in den Ästen einer Birke kokettierst du mit der Dunkelheit wirfst lange Schatten in die Nacht vergeblich versuche ich dich zu befreien Doch sachte löst du dich Ganz selbst aus der Umarmung Auch diese Nacht, wie die zuvor und die, die folgt Entschwindest aus den Augenwinkeln Schleichst dich davon Kein Berg bleibt ungeküsst mein... Continue Reading →
Wiedergeburt
Ins Weinglas tropfend ein taubenblauer Himmel der Blick hindurch zeigt die Welt steht Kopf verwaschen die Konturen entrückt das Präsens dieser Tage ein Schmetterling sich niederlassend für einen Flügelschlagmoment mit jedem Schluck rinnt Demut mir ins Herz
Im Gespräch
Gehen zwei Freunde beiseite her sagt der eine zum andern das Leben ist schwer. Erklärt der andere dem einen während sie schlendern du sollst hier nicht weinen. Wie wahr, so viel gibt’s zu machen sagt der eine zum andern so wandern sie weiter und lachen.
Generation «wisch und weg»
Neulich in einer Gesprächsrunde Ein Schauspiel in einem Akt: Person A (entrüstet): «Ohh, m-e-i-n Gott!» Person B (empörter): «Unglaublich!» Person A: «Stell dir vor du hast ’ne Autopanne irgendwo im Nirgendwo und dann das? Du könntest n-i-e-m-a-n-d-e-n erreichen.» Ich (überzeugt): «Ach, kommt jetzt, das kann echt nicht euer Ernst sein, oder? Das Ding sichert keineswegs... Continue Reading →
Literarische Arbeit
Das Froilein arbeitet wieder mal an 3SatzGeschichten. Manchmal wird stundenlang an den Sätzen herumgespielt, gestrichen, umgestellt und wieder neu geschrieben und manchmal steht eine 3-Satz-Geschichte innerhalb weniger Minuten, weil ein Wort einfach das andere ergab. Einfach und schwierig zu gleichen Teilen: Die Zerstörung Weiss wie eine unberührte Leinwand kommt sie daher und erfüllt mich mit... Continue Reading →
Verletzter Ozean
Das Froilein ist die Tage ein bisschen melancholisch gestimmt. Dieser Zustand verleitet sie in der Regel zum Verfassen von lyrischen Texten. Wer sich das nicht antun will, sei beruhigt. Das Froilein produziert auch anderes. Ein Wort von Ein Gedanke an Ein Bild im Eine Erinnerung um Verdrängtes An der Oberfläche Aufgewühlt und ausgeliefert Hin- und... Continue Reading →
Vakuum
Nichts ... Continue Reading →
Mikrokosmos versus Makrokosmos
Manchmal hadere ich. Ich hadere, weil ich mir nicht sicher bin. Ich bin mir nicht sicher, was wichtiger ist. Ist es wichtiger, ständig über weltbewegende Themen zu schreiben und damit den bescheidenen, gewöhnlichen, oftmals gewöhnungsbedürftigen Alltagsmomenten den Platz auf dem Podest zu rauben? Ist es wichtiger, ständig über den Alltag und seine Monotonie zu berichten und... Continue Reading →