Work in Progress

Beileibe nicht immer ist es leicht, die passende literarische Form für seine Gedanken zu finden. Ab und zu hilft es die Worte in den unterschiedlichsten Formen niederzuschreiben und - gegen jegliche Logik - den Bauch entscheiden zu lassen. Unschwer zu erkennen ist dabei: Schreiben ist und bleibt ein Handwerk. Wer genügend Ausdauer und Musse mit sich bringt,... Continue Reading →

Katastrophen und ihre Ausschlachtung

Tun wir's oder tun wir's nicht, fragt sich die Medienwelt dieser Tage. Über das Vorgehen scheinen sich längst nicht alle einig zu sein. Die Rede ist von der Veröffentlichung von Bildern und Inhalten zur aktuellen Katastrophe, bei der 150 Menschen ihr Leben verloren. Was zeigt man und was nicht? Wo fängt Pietätlosigkeit an und wo hört sie auf? Sind... Continue Reading →

Helvetien, 19.30 Uhr

Schwarze Säulen steigen auf, ganze Strassenzüge gepflastert mit zerborstenen Leibern. Nur einen, einen einzigen Wimpernschlag davon entfernt das massgeschneiderte Schönwetterlächeln machthungriger Politgrössen. Geronnenes Blut unzähliger Unschuldiger an ihren Pranken, sich händeschüttelnd davon befreiend. Wettervoraussicht. Ich schalte ab. Ich schalte aus. Zu viel der Diskrepanz.

Neubeginn

Um der Lyrik in diesem Blog wieder mal Raum zu geben, hier zu lesen eines meiner Gedichte. Mehr davon finden Sie auf dieser Seite. Eingekerkert von Dunkelheit umhüllt hinauf ans Licht! den vorgegebenen Ketten entlaufen sich loslösen einatmen, ausatmen aufatmen und losziehen der Freiheit die Hand reichen. Leben.

Smarte Diktatur

Neulich im Zug: Mein Sitznachbar mit Hipster-Bart und Hipster-Hut langt in seine Hipster-Tasche und zaubert ein iPhone 6 (oder weniger) daraus hervor. Selig lächelnd schmiert er mit dreckigen Tatzen auf dem Bildschirm herum, drückt mal da drauf, dann dort. Es öffnet sich die Wetter-App. Ich bin fasziniert. Fasziniert, weil der Sitznachbar im Hipster-Look tatsächlich das... Continue Reading →

Fremdling

Unter dem Apfelbaum ruht ein schwarzes Schaf. Tag für Tag inmitten all der anderen. Frisst vom selben Gras, schleckt vom selben Salz, atmet die selbe Luft ein und blöckt die selben Weisen. Unter dem Apfelbaum ruht ein schwarzes Schaf. Tag für Tag geduldig darauf wartend, dass seinesgleichen sich zu ihm gesellen.

Surreal aber schön

Ganz meinem Naturell entsprechend, schreib ich liebend gerne auch mal dadaistische Dinge und hab meinen Spass daran. Alleine schon deswegen, weil in der Regel auch die surrealsten Sätze irgendwann bei irgendwem einen Sinn ergeben (könnten, müssten, dürften). Beim Leser, beim Schreiber, bei Nachbars Zwetschgenbaum. Sollte es aller Anstrengung zum Trotz doch keiner verstanden haben, bleibt Ihnen der Trost,... Continue Reading →

zeitloser Kandinsky

Zu Beginn der Ausbildung an der SAL erhielten wir den Auftrag einen kurzen, dadaistisch angehauchten Text über das Bild von Kandinsky zu schreiben. Die Zeilen fielen mir heute in die Hände und brachten mich zum Nachdenken. Über die Situation in der Ukraine. Über Macht und Ohnmacht. Und darüber, dass Texte zeitlos sein können. Sei es das Russland von 1916... Continue Reading →

Transformation

Ich gehe im Windschatten Von Menschen und Figuren Halte inne, höre zu Und blicke ihnen nach. Ich nehme wahr Und lasse zu was über mich fällt. In irgend einer Form Wird alles klar Formen und Farben Werden zu Sprache.

Expressionismus

Der Expressionismus, nicht zu verwechseln mit dem italienischen Heissgetränk, ist eine eigene Ausdruckskunst der Literatur, die sich vorwiegend mit dem Thema Apokalypse auseinandersetzt. Die Texte sind reduziert auf Substantive und Verben im Infinitiv. Neologismen und Wortverbindungen sind mehr als erwünscht. Adverbien und Adjektive haben in expressionistischen Texten nichts verloren. In der Regel werden auch Satzzeichen... Continue Reading →

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