«Ich bin ein Frosch», sagte das Froilein oft als es noch klein war, hüpfte dabei auf und ab, machte quack-quack und nervte mitunter gehörig. Noch keine sechs Jahre alt wurde ihm von einem fremden Mann im weissen Kittel mitgeteilt, dass es möglicherweise nie über die Froschperspektive hinauswachsen würde. «Einmeterfufzig. Vielleicht zweiundfuzig; wenn’s hoch kommt», orientierte... Continue Reading →
Gesellschaftsdemenz 2015
Das Froilein ärgert sich gelegentlich über das fehlende Feingefühl etlicher Zeitgenossen. Da stellt sich die Frage: ist es legal, den Ärger in Worte zu fassen und ihm eine Stimme zu geben? Ja, ist es. Selbst ein Dachziegel begegnet seinesgleichen in diesen schlampigen Tagen mit mehr Verstand, Empathie und Beständigkeit, als manch ein Mensch seinem Mitmenschen. Sich selbstgefällig in... Continue Reading →
Neulenker unter sich oder die Destruktion der deutschen Sprache
Sprache wandelt sich. Das war immer so und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Die eine Reform löst die nächste ab, die Rechtschreibung wird alle paar Jahrzehnte mal über den Haufen geworfen, schon alleine des Spasses wegen. Wenn Germanistiker sich ängstigen, der Gesprächsstoff könnte ihnen irgendwann ausgehen, haben sie weit gefehlt. Sie dürfen weiterhin... Continue Reading →
In der Stille liegt der Wille
Lange blieb es ruhig um die Textzentrale und um das Froilein. Wie das? Ausgeflogen? Irgendwo an der Sonne? Im Garten beim Unkraut jäten angewachsen? Die exzessiv um Aufmerksamkeit bettelnde Katze am bändigen? Was hat es nun auf sich mit dieser unheimlichen Stille? Nein. Primär mag es daran liegen, dass sich die Autorin mit dem Verfassen ihrer Diplomarbeit für die SAL beschäftigt,... Continue Reading →
Wie die Ingenieure von Morgen die heutigen Bastler sind oder der Zufall ist ein Arschloch
Was für ein Scheisstitel, denken Sie? Barbarisch, nicht wahr? Dessen ungeachtet lesen Sie noch weiter? Chapeau! Ich verbeuge mich vor Ihnen. Ihrer Courage. Ihrem Durchhaltevermögen. Wenn Sie jetzt immer noch interessiert sind, dann rate ich Ihnen, bleiben Sie dran. Es kann nur besser werden. Sofern Sie ein Pause benötigen, legen Sie eine ein. Keine Sorge,... Continue Reading →
Neues Jahr, neue Welt?
Nicht älter dieses Jahr ist – wir schreiben erst neun Tage im 2015, man könnte es noch ruhig und besonnen angehen lassen - läuft rund um die Welt vorwiegend Übles ab. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo rumgeballert, gemordet, vergewaltigt und zerstört wird. Kein Tag vergeht, an dem gute Nachrichten über schlechte siegen.... Continue Reading →
Smarte Diktatur
Neulich im Zug: Mein Sitznachbar mit Hipster-Bart und Hipster-Hut langt in seine Hipster-Tasche und zaubert ein iPhone 6 (oder weniger) daraus hervor. Selig lächelnd schmiert er mit dreckigen Tatzen auf dem Bildschirm herum, drückt mal da drauf, dann dort. Es öffnet sich die Wetter-App. Ich bin fasziniert. Fasziniert, weil der Sitznachbar im Hipster-Look tatsächlich das... Continue Reading →
Croseo i Cymru – der etwas andere Reisebericht
Schon früh eilte dem Froilein der schlechte Ruf voraus, eine Minderbegabung in Mathematik an den Tag zu legen. Die miserablen Noten wurden Jahr für Jahr dem nächsten Lehrer weitergereicht, ausreichend versteckt hinter dem Deckblatt des Zeugnisheftes. Ihr Unverständnis Zahlen gegenüber ging so weit, dass sie irgendwann anfing das Dezimalsystem in Frage zu stellen. In der Oberstufe verleitete ihr mangelndes Geschick... Continue Reading →
Das Runde muss ins Eckige
Es komme was da wolle, um sie kommt keine Menschenseele rum. Egal ob man sich für Fussball interessiert, ihn hasst oder einfach nur gerne Bier trinkt und dabei Fussballverrückten zusieht, wie sie sich das Haar raufen, jubeln oder den Tränen der Enttäuschung freien Lauf lassen: Die Fussball-WM ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Keine Überschwemmung,... Continue Reading →
Die Cervelat und ihre Konkurrenz
Endlich bekommt die Redewendung "es geht um die Wurst" einen neuen Sinn. Während der Eurovision Song Contest allerorts kontrovers diskutiert wird, schlängelt sich derweil eine Wurst an die Spitze von Europas Singasong-and-jump-on-the-stage-Gilde. Conchita, wie die Wurst mit Vornamen angesprochen werden will, tanzte sich mit wenig Oberweite, mädchenhaft geschwungenen Hüften und einem Damenbart, dem ein Epiliergerät nicht... Continue Reading →