Hin und wieder wird das Froilein darum gebeten, etwas über die Liebe zu schreiben. Ebenso oft, wie es darum gebeten wird, schlägt das Froilein den Wunsch nach Texten und Geschichten über die Liebe aus. Warum? «Liebe», geschätzte Leserschaft, ist ein derart grosser, mächtiger und angsteinflössender Überbegriff, einer, der in so viele Nuancen zu unterteilen ist,... Continue Reading →
Die Annäherung und ihre Folgen
Von zwei Dingen hab ich mich in meinem Text-Schaffen bis dato ganz bewusst ferngehalten. Ich schreibe nicht ab und ich verfasse keine Dialekttexte. Ersteres, weil Plagiat einfach voll nicht okay ist und Zweiteres, dafür muss ich ausholen. Befinde ich mich in einer Runde mit Leuten, die ich nicht gut oder noch gar nicht kenne, halte ich... Continue Reading →
Aller Einfall ist gut
Das Froilein mag Kreativköpfe. Sich mit ihnen auseinander zu setzen, heisst, sich von strengen Vorgaben zu lösen und Gedanken frei und ohne jegliche Wertung fliessen zu lassen. Gerade in Zeiten von spontanem (manchmal auch skurrilem) Ideenaustausch entstehen tolle Texte. Im Falle des Froileins eine 3SatzGeschichte, die das Brainstorming in Worte fasst. Ideenschmiede 2.0 So ist das mit... Continue Reading →
Des Lebens Andante
Ich hangle mich entlang den Linien im Wechselspiel von Moll und Dur stets bestrebt zu schaffen einen Raum für Zwischentöne In diesem Raum nur will ich verweilen darauf warten dass einer unter ihnen meine Seele aufbricht und zum Klingen bringt So hangle ich mich weiter Solistin zum gleichen Teil auch Instrument den Zwischentönen folgend letzten... Continue Reading →
Der kleine Blick aufs Glück
Neulich in der Mensa: Letztens sass ich leicht betrübt beim Mittagessen. Zu voll, zu laut, zu hektisch, zu alles störte meine Sinne. Just im Moment, als ich mir überlegte, ob ich die Mahlzeit als geniessbar durchgehen lassen oder ihr doch lieber die Note «ungenügend» aufbürden sollte, schob sich vom rechten Tellerrand ein Schneckenhaus in mein... Continue Reading →
Der Überrest
Ich kremple nach aussen mein Innerstes es zaghaft wieder überstülpend wie ein neu erworbenes Kleid zieh zurecht was zurecht zu ziehen gilt stets versucht es sorgsam zu behandeln. Der Alltag tut sein übriges nutzt ab nutzt aus bis irgendwann nicht aufzuhalten das Ende naht entbehrlich bleibt allein der letzte Fetzen Seele.
Der grammatikalische Überfall
Während eines Winterspaziergangs wurde Herr Zweifel von seiner Altbekannten, der Waswärewenn, verfolgt, überwältigt und zu Boden gerissen, wo er schlussendlich bewusstlos liegen blieb. Ein heftiger Schlag ins Gesicht und die Worte des Präsens «wach endlich auf, du verfluchter Narr!» liessen ihn zu sich kommen. Am Horizont tauchte die aufgehende Sonne die Zukunft in orangfarbenes Licht.... Continue Reading →
Im Weihnachtssturm
Retrospektiv vergleicht das Froilein das Jahr 2016 gerne mit dem Glas Wasser auf dem Tisch, welches man versehentlich umstösst und sich dabei denkt: Verdammt schade. In genau sieben Tagen wird 2016 ad acta gelegt und "unter ferner liefen" irgendwo weit hinten in der Weltbibliothek unauffindbar verstaut werden. Aus den Augen, aus dem Sinn, so die Verdrängstrategie. Nein, es ist nicht... Continue Reading →
In den Kleidern meines Bruders
Neulich im Kinderbekleidungsgeschäft Den Kindergrössen ist das Froilein längst entwachsen. Auch wenn in emotionaler Hinsicht immer noch Entwicklungsbedarf bestehen mag, darf es mit Stolz verkünden: Das Froilein trägt Erwachsenenklamotten. Folglich und weil es keine eigenen Kinder hat, ist es äusserst selten in Kinderbekleidungsgeschäften anzutreffen. Dennoch kam das Froilein erst kürzlich nicht drum herum. Ein neuer... Continue Reading →
Trilogie im Park
Letztens verbrachte ich auf einer Bank sitzend an einem der wärmsten Spätsommerabende des Jahres eine Weile im Park. Ich wartete. Auf jemanden oder etwas zu warten, ist verpönt. Warten wird mit Faulheit, Nichtstun und Langeweile gleichgesetzt. Warten bedeutet «Zeit totschlagen». Und schliesslich ist Zeit auch Geld. Nicht umsonst sind wir so stolz auf unsere Punktgenauigkeit.... Continue Reading →